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Stand: Februar 2007

Kurzinfo Trinkwasser - Private Haushalte

Das Wasser auf der Erde befindet sich in einem ständigen Kreislauf aus Niederschlag und Verdunstung. Es ist keine endliche Ressource wie zum Beispiel Erdöl oder Erdgas. Wasser kann nicht "verbraucht" werden, auch wenn unser Sprachgebrauch dies suggeriert. Es wird lediglich genutzt und gelangt danach in den Kreislauf zurück. Weltweit sind die Wassermengen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verteilt. Deutschland gehört zu den wasserreichen Ländern. Hier wird die sich erneuernde Wassermenge, das sogenannte Wasserdargebot, insgesamt zu einem Viertel genutzt, gut 4 Prozent davon als Trinkwasser.

Etwa Drittel des Trinkwassers werden dem Grundwasser entnommen. Es ist die wichtigste Trinkwasserressource. Abgesehen von regionalen Ausnahmen bestehen im Hinblick auf die Grundwassermenge keine Probleme. Allerdings ist das Wasserdargebot in den einzelnen Regionen aufgrund der unterschiedlichen Niederschlagsmengen, Ergiebigkeit der Grundwasservorkommen oder Verfügbarkeit von Oberflächengewässern recht unterschiedlich, ebenso wie der Wasserbedarf, der in Ballungsgebieten besonders groß ist.

Wassergewinnung nach Wasserarten (2007)

Tortendiagramm Wassergewinnung nach Wasserarten 2007: Grundwasser 62%, Oberflächengewässer 22%, Uferfiltrat 8%, Quellwasser 8%

Quelle: Statistisches Bundesamt


Um den Wasserhaushalt zu entlasten, gilt es, mit dem Wasser sorgsam umzugehen. Weniger Wasser zu verbrauchen, bedeutet in erster Linie weniger Abwasser zu verursachen und auch Energie für die Wasserver- und Abwasserentsorgung einzusparen.


Kreisdiagramm: Wasserverbrauch im privaten Haushalt pro Kopf und Tag (Quelle: DWA).

Quelle: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)


Seit über 10 Jahren geht der "Wasserverbrauch", also die Wassernutzung, in Deutschland zurück. Seit Ende der neunziger Jahre liegt der tägliche Wasserverbrauch bei knapp 130 Litern Trinkwasser pro Person. Dies ist im Vergleich zu anderen Industriestaaten ein niedriger Wert. Es besteht jedoch noch weiteres Einsparpotential. Jeder Einzelne kann und sollte dazu beitragen, dass der Wasserverbrauch weiter zurückgeht (Wassersparen).

Trinkwasserqualität:

Die Qualität des Trinkwassers als wichtigstes Lebensmittel wird durch die Trinkwasserverordnung des Bundesgesundheitsministeriums gewährleistet.

Insgesamt kann festgestellt werden:
Deutschland hat gutes bis sehr gutes Trinkwasser. Die Qualität wird häufig und regelmäßig überwacht und entspricht den strengen Güteanforderungen der Trinkwasserverordnung. Eine Ausnahme bildet Nitrat. Hier wurde der zulässige Grenzwert von 50 mg/l 1996 bei 2,2 % und 1998 bei weniger als 1 % der Proben überschritten. Siehe hierzu im einzelnen Pressemitteilung des Umweltbundesamtes vom 15.12.2004.

Untersuchungen im Rahmen des Umwelt-Survey des Umweltbundesamtes zeigen, dass die Qualität des häuslichen Trinkwassers auch von Rohrleitungen und Armaturen in Gebäuden abhängt und sich z. T. von der in den Wasserwerken unterscheidet. Infolge der Verwendung von Blei für Trinkwasserleitungen innerhalb von Wohnhäusern bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts weisen immer noch einige Haushalte höhere Bleigehalte im Trinkwasser auf, da es während der nächtlichen Stagnation des Wassers in den Rohren zur Bleianreicherung im Trinkwasser kommen kann.

Nähere Informationen können Sie der Broschüre "Blei und Trinkwasser" entnehmen, die Sie beim Bundesgesundheitsministerium anfordern können. Unabhängig von der Bleiproblematik sollte jeder Verbraucher vor der Entnahme von Wasser zum Zwecke des Trinkens, für die Zubereitung von Speisen oder den direkten Körperkontakt (Körperreinigung, Geschirrspülen von Hand usw.) ca. 1 Liter Wasser ablaufen lassen.